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In Kurzporträts wie diesem beschrieb der Wiener Psychiater Constantin von Economo in der »Wiener klinischen Wochenschrift« vom 10. Mai 1917 eine mysteriöse Krankheit. In den Wochen zuvor waren immer wieder Patienten mit ähnlichen Symptomen in die Psychiatrische Klinik Wien eingeliefert worden: gelähmte Augen oder Gliedmaßen, Fantastereien, starke Schlafneigung. Von Economo, Assistenzarzt an der Klinik, vermutete in seinem Artikel, dass es sich »um eine Art Schlafkrankheit« handelt, »deren erste Symptome mit Kopfschmerzen und Übelkeit einsetzen; dann tritt ein Zustand der Somnolenz, oft mit lebhaften Delirien gepaart, ein«. Er nannte die Krankheit »Encephalitis lethargica«.

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